Führung nach der Ankunft mit der Stena Line aus Kiel

Für die Besucher Göteborgs, die mit der Stena Line aus Kiel kommen, haben wir eine besondere Stadtführung entwickelt, die zwar etwa vier Stunden dauert, dafür jedoch auch die schönsten Stellen Göteborgs zeigt, und dem Besucher nicht nur Sehenswürdigkeiten präsentiert, sondern ihm ein Gefühl vermittelt über 1000 Jahre einer Stadt zu erleben, angefangen von der Zeit der Wikinger bis zum modernen Göteborg.

Stena Line
Foto: Herbert Kårlin

Wir beginnen bei dieser Führung geradezu in der Empfangshalle von Stena Line, wo wir auf unsere Gäste warten, denn kaum 300 Meter davon entfernt findet man einen Teil Göteborgs, der bereits für die Wikinger, aber auch für die Christianisierung Schwedens, von Bedeutung war. Dort wurde die erste Festung der Stadt errichtet, entstanden die ersten Werften und der ursrüngliche Hafen, und dort entstanden ein Zuckerbruch und eine Brauerei, die einen bedeutenden Beitrag zum Reichtum Göteborgs leisteten. Hier erzählen wir auch die Geschichte eines früheren Musterdorfes, von dem noch heute die Industriegebäude, die Kapelle, die Schule und selbst die ehemalige Kneipe, zumindest als Gebäude, erhalten blieb. Von dort aus kann man auch einen Blick auf das verschwundene Götheborg werfen, das der Vater des Stadtgründers Gustaf II. Adolf errichtete und sieht, neben vielem anderen, das alte Zollgebäude neben den Lagerhallen der schwedischen Ostindiengesellschaft, die heute als Restaurant dienen.
 
Anschließend nehmen wir die Älvsnabben um 30 Minuten lang den Göta Älv flussaufwärts zu nehmen, vorbei an den früheren Werften, dem Schlossberg, dem Fischereihafen, dem Wissenschaftszentrum, der wartenden Seemannsfrau und anderem mehr. Mit den Erzählungen aus der Vergangenheit und der Gegenwart Göteborgs erscheint die halbe Stunde wie fünf Minuten, und wer gerne fotografiert, wird hier seinen Finger kaum ruhen lassen.
 
Bei der Ankunft in Lilla Bommen, am nördlichen Wallgraben, wird man vom ersten Hochhaus Göteborgs erwartet, der hier nur als Lippenstift bekannt ist. Am Kai und am Kanal, der heute ein Freizeithafen ist, liegen die Oper, der Viermaster Barken Viking, das Parkboot P-Arken und, nur wenig davon entfernt, liegt auch das umsatzstärkste Kaufhaus Schwedens, dem ein ganzer Stadtteil Platz machen musste. Es ist kaum verwunderlich, dass hier die Seefahrt Göteborgs im Zentrum unserer Erzählungen zu finden ist.

Der Stadtteil Älvsborg
Foto: Herbert Kårlin

Von hier aus geht unsere Wanderung dann zum Göteborg, das Gustav II. Adolf im Jahr 1621, zumindest auf dem Papier, gründete und damals nicht einmal 2000 Einwohner zählte, darunter sehr viele Einwanderer aus den Niederlanden, Deutschland und Schottland, ohne die das heutige Göteborg innerhalb des Wallgrabens nie entstanden wäre.
 
In der Stadt des ehemaligen Königs Gustav II. Adolf findet man natürlich einige der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, auch wenn aus der Gründungszeit heute nur noch zwei Gebäude erhalten sind. In diesem Teil der Stadt liegt, nur eine kurze Strecke vom früheren Marktlatz und dem Hafenkanal entfernt, das Rathaus, die Börse, das Krönungshaus, der Prachtbau der Ostindiengesellschaft, die Domkirche, und wenig später kommt man dann über die Einkaufsstraße Göteborgs zur Markthalle und der Brücke, die das früher wichtigste Stadttor Göteborgs ersetzte. Wie viele kleine Geschichten mit diesem Teil Göteborgs zusammenhängen, erfährt man natürlich während der Führung.
 
Diese Führung wäre natürlich nicht vollständig, wenn man nicht auch die "Champs Elysée" Göteborgs langginge, mit einem Blick auf das kulturelle Zentrum der Stadt, das zur Dreihundertjahrfeier Göteborgs erbaut wurde, entlang der Allée Gustav Vasa mit nationalromantischen Bauten spazierte, der alten Universität und natürlich dem Zwergenhaus einen Blick schenkt, das eine eigene Geschichte erzählen kann. Diese Straße endet an der ersten Stadtbibliothek, die die Grenze zur früheren Arbeiterstraße Haga Nygatan ausmacht. Auf dieser Straße findet man dann, unter anderem, nicht nur die größten Zimtschnecken Göteborgs, sondern auch eine Bauweise, die in Göteborg als Brandschutzmethode entstanden ist.

Zimtschnecken in der Haga Nygatan
Foto: Herbert Kårlin

Und schließlich kommt man zu einem Platz, an dem einst die Eisenwaage stand, einem Platz, der noch heute eng mit der Arbeiterbewegung Göteborgs verbunden ist und mit seinen Monumenten eine sehr interessante Geschichte erzählt. Von hier aus geht es dann zurück zum Zentrum, vorbei an der einzigen teilweise erhaltenen Bastion des alten Göteborg, der Fischkirche und dem Zollgebäude, das einst über eine Million Auswanderer sah, von denen nur wenige auch ihren Traum erfüllen konnten.
 
Leider können wir hier nicht alle Sehenswürdigkeiten nennen an denen wir bei dieser Führung vorbeikommen, und noch weniger können wir hier unsere Geschichten erzählen, aber um unser Göteborg zu entdecken, reicht es diese Führung mit uns zu planen. Auf Anfrage schreiben wir gerne mehr darüber, wobei selbst bei kleineren Gruppen der einmalige Friseurbesuch jedes Besuchers teurer ist als unser Führung, bei der man sehr viele Eindrücke mitnehmen kann, und bei der jede Frage erwünscht ist.